Skulpturenwald in Gelsenkirchen: ein Tagesausflug mit dem Rad

Himmeltreppe Herman Prigann Gelsenkirchen Skulpturenwald Imposant und klotzig, die Himmelstreppe

 Der Skulpturenwald in Gelsenkirchen ist steinhart und liegt auf der Route Industrienatur. Er ist perfekt zum Wandern oder Fahrradfahren. Wenn das Fahrrad denn überhaupt will…

Am Freitag war es soweit: Endlich ein richtig warmer Tag für einen Tagesausflug im Ruhrgebiet! Also auf’s Fahrrad setzen und einfach losfahren. So schnell ging es dann leider doch nicht, denn das Fahrrad war kaputt. In der Universität Duisburg-Essen, welche auch kostenlose Fahrradhilfe anbietet, erfuhr ich dann vom gemeinnützigen RadLaden Altendorf und fuhr hin. Die reparierten mein Fahrrad auch direkt vor Ort für nur 5€! Endlich fahrbereit ging es dann auch schon los. Ziel: Skulpturenwald und Halde Rheinelbe auf der Route Industrienatur hier in NRW. Eine Halde ist in einer Bergbauregion keine Besonderheit. Halden sind Hügel, die mit der Erde aus dem Bergwerk aufgeschüttet wurden.
Den Weg plante ich mithilfe der Fahrradroutenplanung von Google Maps. Diese ist zwar noch in der Beta Phase, aber dennoch ganz zuverlässig. Mein Startpunkt für den Ausflug in NRW war der neue Krupp-Park in Essen Altendorf.

Kruppgürtel

Die Straße trennt den Krupp-Park von der riesigen Firmenzentrale

Wenig später bemerkte ich aber auch schon, dass die Routenplanung von Maps ganz schön unhandlich ist, wenn man ein Tablet benutzt… Zum Glück gibt es in NRW ein super Radnetz, d.h. überall gibt es Schilder die euch zu eurem Ziel bringen.

Radweg

Eine typische Etappe :)

Ab da verließ ich mich nur noch auf die Schilder und hatte eine angenehme Fahrt auf den ehemaligen Bahntrassen, welche als lange Wander- und Radwege umfunktioniert wurden. Ich machte eine kurze Pause am Weltkulturerbe Zeche Zollverein und erreichte schließlich nach 2 Stunden die Halde Rheinelbe und den Skulpturenwald in Gelsenkirchen. Steinkunst.

Himmeltreppe Herman Prigann

Imposant und klotzig, die Himmelstreppe

Direkt am Anfang des Geländes gibt es einen kleinen Fahrradparkplatz und Infotafeln. Die Halde ist eine von vielen neuen Biotopen in NRW, die auf dem Gelände von ehemaligen Industrieanlagen entstanden sind. Diese Biotope weisen auch eine besonders hohe Artenvielfalt auf, weswegen heute viele ehemalige Industrieanlgen in NRW unter Naturschutz stehen. So kann man auf seinem Tagesausflug also auch mal den ein oder anderen seltenen Vogel sehen. Die Halde, sowie der angrenzende Skulpturenwald, sind ein Kunstprojekt von Herman Prigann. Dieser stellte hier ab 1996 mehrere Skulpturen auf. Das Projekt war Teil des Emscher Landschaftsparks. Die Skultpturen sind sehr bizzarr und würden in der Nacht ein gruseliges Schauspiel abgeben (besonders jetzt wo nahezu 30% des Waldes von den letzten Stürmen hier in NRW verwüstet sind)

Skulpturenwald rotes Tor

Kunst trifft auf Sturm.

Auf der Halde selber befindet sich das Highlight: Die Himmelstreppe. Diese 10m hohe Skulptur befindet sich auf der Spitze des Hügels. Viele Jugendliche nutzen sie als Kletter- und Abhängspot. Von oben hat man eine wunderbare Aussicht auf Gelsenkirchen und das überraschend viele Grün des Ruhrgebiets. Wer also mal einen kleinen Tagesausflug unternehmen will, kann ja mal im Haldenpark Rheinelbe vorbeischauen.

Skulptur im Skulpturenwald

Rohr trifft Klotz

 

1 Kommentar

  1. Hi, suche immer Ausflugziele in NRW ! so habe ich hierhin gefunden. Danke für den tip werde mal hin und schreib mal mehr tips aus dem Revier :) japan ist ein wenig zu weit für mich :)

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  1. Klettern Bochum - Natur

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