Grusellabyrinth Bottrop – eine gruselige, interaktive Show

Eingang zum Grusellabyrinth Der Eingang zur Albtraumwelt

Das Grusellabyrinth in Bottrop ist so viel mehr als ein Labyrinth in dem man sich fürchtet. Es ist eine interaktive Geschichte mit fantastischem Bühnenbild und genialen Horrorelementen. Ein andauerndes Gefühl von „Ist da hinter mir etwas?!“ gemischt mit tollen Show-Einlagen sorgt für spannende 100 Minuten Gänsehaut.

„Ein grausiges Willkommen!“ im Grusellabyrinth

Seit einem Jahr hatten wir vor unsere Ruhrtopcard auch beim Grusellabyrinth zu nutzen und heute haben wir es endlich geschafft.

Mir ging aus den Plakaten leider nie ganz hervor, dass das Labyrinth mehr als nur eine Grusel-Maze ist, also dunkle Gänge mit Erschreckern. Doch auf der Internetseite liest man: „Eine fantastische Grusegeschichte mit fein dosierten Schockmomenten erwartet Sie im 100-minütigen Durchlauf.“

Von der Bushaltestelle Knappenstraße/Prosperstraße sind es nichtmal 5 Minuten Fußweg. Wenn man durch das Tor schreitet fällt einem sofort ein riesiger Brunnen mit einer bekannten Gestalt ins Auge. Der Tod wartet auf uns. Das Wahrzeichen des Grusellabyrinths, der Sensemann-Brunnen, ist 6 Meter hoch und 8 Tonnen schwer. In der Hand hält der nette Typ ein Buch mit der Aufschrift „Memento Mori“ – „bedenke, dass du sterblich bist“. Das hat die Menschen im Mittelalter immer ziemlich heruntergezogen. Heutzutage, bei einer durchschnittlichen lebenserwartung von 76 Jahren, sollten wir das Ganze mit einem Augenzwinkern betrachten ;)

 

Sensemann-Brunnen

 

Beim Eintreten in das alte Industriegebäude, ehemals die Kaue des Bergwerks Prosper II, wird man bereits mit den Worten „Ein grausiges Willkommen“ von einer Monsterdame aus einer Ecke heraus erschrocken. Die Eingangshalle ist sehr groß und liebevoll gestaltet. An der Bar wartet ein Monster auf Gäste, die Heißhunger auf Popcorn oder anderen Süßkram haben. Aber auch vegetarische Hot Dogs zum Preis von normalen Hot Dogs kann man hier mampfen. Im Shop findet man alle möglichen Gruselartikel, von Kunstblut über Hexenhüte bis hin zu Gummiaugen.

 

shop im Grusellbyrinth Bar im Grusellabyrinth Kronleuchter

Besonders süß fand ich die Todkuchenherzen mit Sprüchen wie „Ändere dich“ und „Ab mit dem Kopf!“. Endlich mal was Anderes als das typische Liebesgefasel ;) Mein Rucksack wurde von der grünen Monsterdame entgegengenommen und sie drohte mir: „Falls ihr aus der Albtraumwelt hinauskommt könnt ihr hier eure Taschen abholen…“. Ich finde es bemerkenswert, wie sogar die Angestellten im Eingangsbereich stets in ihren Rollen geblieben sind und das Erlebnis dadurch noch besser machten.

 

Lebkuchenkerz mit Horrorsprüchen

Helmut der Tod tötet mich

Helmut der Tod tötet mich

Das Labyrinth an sich ist sehr liebevoll gestaltet und wird vor allem diejenigen begeistern die minimalistische Bühnenbilder satthaben. Die Zuschauer erwartet eine düstere Geschichte mit vielen Interaktiven Elementen und gruseligen Labyrinthen. Man wird durchgehend in die Geschichte miteinbezogen und muss aktiv werden, um die Geschichte fortzuführen. Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut und es macht viel Spaß mit ihnen die Geschichte zu spielen.

 

Eingang zum Grusellabyrinth

Der Eingang zur Albtraumwelt

 

Natürlich verrate ich nichts über die Geschichte, da müsst ihr schon selber hin!

22€?! Ja, es lohnt sich!

Die 22€ Eintritt klingen Anfangs etwas happig, doch man bekommt schließlich ein ganzes Schauspiel geboten, in dem man selber zum Schauspieler wird und durch eine fantastisch gestaltete Horrorwelt läuft. Deswegen finde ich den Preis berechtigt und würde es jedem Horrorfan empfehlen.

 Zur Geschichte des Grusellabyrinths

Die Geschichte des Grusellabyrinths beginnt 2002 in Raisdorf bei Kiel, wo die Gründer Ina und Holger Schliemann gemeinsam mit ihrem Partner Carsten Föhrweißer anfingen in der Villa Fernsicht ihr Unwesen zu treiben. Die erste Geschichte, die dem Publikum damals präsentiert wurde war die vom Wächter und Lady Fortescue. Dabei setzten die Besitzer von Anfang an auf „gepflegtes Gruselambiente“ statt Halloween-Kitsch. Doch die Anwohner protestierten gegen den geplanten Ausbau und so musste die Villa umziehen. Es verschlug die Gründer in den alten Güterbahnhof in Kiel, wo die Shows „Das Elixier des Todes“ und „Das Albtraum-Experiment“ präsentiert wurden.

Die Ambitionen und Besucherzahlen wuchsen, doch der Bahnhof tat es nicht. So kam es zum Umzug nach Bottrop. Wir hoffen, dass die Attraktionen nicht so schnell wieder weg muss!

2 Kommentare

  1. Schöner Bericht, habe es leider noch nicht dorthin geschafft ;-(

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