Hiroshima: Insel Miyajima & Itsukushima Schrein

Itsukushima shrine

Buddhisten, Touristen, Rehe und der größte Reislöffel der Welt? Das alles gibt’s auf Miyajima: DIE Insel für jeden Japantouri.

Nach einer gut 45-minütigen Fahrt mit der Straßenbahn erreichten wir das Fährterminal für die Insel Miyajima. Die Überfahrt dauerte gute 15 Minuten und war in unserer Tageskarte mit inbegriffen. Von der Fähre hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Insel (leider an diesen Tag mit Nebel & Regen).

Nebelmeer

Nach kurzer Zeit erblickten wir auch schon eines der bekanntesten Wahrzeichen Japans: Das gigantische Tori-Tor des Itsukushima Schreins. Und hier haben wir was ganz besonderes für euch. Statt wie auf jedem x-beliebigen Foto den Schreinbei Flut zu besuchen, haben wir uns dafür entschieden den Schrein bei Ebbe aufzuzuchen, um das Tor anfassen zu können. Die nachfolgenden Bilder sind also eine echte Seltenheit ;)

Itsukushima shrine view from sea

Der Tempel befindet sich auf einer kleinen Insel und dort gibt es auch noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten. Unter anderem ein 0815 Touridorf. Quasi die japanische Version eines Dorfes an der Nordsee. Hier ein besonders schönes Bild mit den Oberleitungen.

Stromleitungen im Dorf

Die Insel hat einiges zu bieten: ein Tempel, ein Aquarium, Parks, eine Seilbahn und ein ganz besonderes Kleinod, was man auf keinen Fall verpassen sollte:

Der größte Reislöffel der Welt (Toppt defenitiv jedes Garnkneuel oder Suppenschüssel!)

Riesenlöffel

Langsam begann der Regen, also schnell zum Tori-Tor, einmal anfassen, 1000 Jahre Glück und zurück über den Strand zum Itsukushima Tempel. Das Ding ist quasi ein japanisches Venedig; buddhistischer Tempel auf Stelzen (und extra für euch: Bei Ebbe!)

Itsukushima shrine

Die Buddhisten sind wahre Meister des Chillens und überaus fair! Für den Eintritt zahlten wir nur 300 Yen (erstaunlich, wenn man bedenkt, dass wir mal für eine Kirche in Italien 7 Euro gelatzt haben!).

itsukushima shrine

Natürlich darf man dabei auch nicht das Beten vergessen. Hier sieht man das Heiligtum (Ja man darf es fotografieren, keine Sorge, wir sind keine Kulturbarbaren!). In die geriffelte Box davor wirft man eine Geldspende bevor man losbetet.

itsukushima shrine

Umgeben von richtig viel Zen (und Regen), suchten wir einen Sitzplatz. Fehlanzeige. Wir versteckten und hinter dem Klohäuschen und trafen Franz die Krabbe.

Krabbe

Leider erwischte man uns in unserem Geheimversteck und wir mussten gehen. Der Regen hatte immer noch nicht aufgehört und wir waren sehr traurig darüber, dass wir nicht den tollen Wanderweg durch die Berge gehen konnten. Unsere Schuhe waren nicht Wasserdicht (wir hatten jeder nur 1 Paar dabei) und dennoch beschlossen wir auf den Rückweg den Park mitzunehmen. Dabei verliefen wir uns im Nebel, aber konnten immerhin dieses Foto schiessen:

berg in nebel

Am Rand des Nebels schickte uns Buddha einen Fixpunkt. Eine mehrstöckige Pagoda. Hübsch! Aber leider, wie vieles in Japan, eine Replik (die älteste steht in Nara; hier seht ihr ein Foto von einer richtig alten Pagoda).

pagoda miyajima

Und weiter ging es durch verregnete Straßen am Strand vorbei in Richtung trockenem, sicheren Hafen.

Straße in den Bergen

Doch was ist das? Ein (schwangeres) Nara Reh hat doch tatsächlich einen auf Baywatch gemacht und ist rüber zur Insel geschwommen. Es bekam viele Babys und es wurden immer mehr. Und am Ende? Nara Rehe auf Miyajima:

Reh am Meer

Und so endete unser kleiner Ausflug in Miyajima. Wir hatten leider nicht das beste Wetter, um länger zu verweilen. Wenn man keinen Tagesausflug macht, sollte man sich den Besuchstag gut überlegen. Für die übliche Touriplanung unbedingt den Japan-Guide abchecken. Dort gibt es auch aktuelle Infos zu eventuellen Bauarbeiten.

Unbedingt sollte man für einen Ausflug zu Miyajima an Folgendes denken:

  • Mehre Stunden Zeit
  • Tageskarte mit Fährenpass kaufen und 50 Minuten Fahrzeit vom Zentrum einplanen
  • Wanderschuhe (Rundwanderung ca. 3h)
  • Wetter- und Gezeitencheck
  • Dem größten Reislöffel „Hallo“ sagen
  • Rehfutter

Bilder: Claudi Text: Marius

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