Kyoto – die 7 schönsten Sehenswürdigkeiten

Kyoto Kinkakuji goldene Pavillion Der goldene Tempel von Kinkakuji strahlt in der Sonne.

Kyoto ist vor allem für sein kulturelles Erbe bekannt und verzauberte uns mit skurrilen Tempeln und  viel Tradition. Ein Berg voller roter Tore, ein Garten aus Stein, ein Tempel aus Gold und tolle Naturerlebnisse warten auf euch!

Neben Tokio ist Kyoto wohl die bekannteste Stadt in Japan. Selbstverständlich haben wir auf der Suche nach skurrilen Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen auch diese Stadt aufgesucht. Wir schenkten Kyoto 3 ganze Tage. Während wir uns am ersten Tag der Innenstadt gewidmet haben, haben wir den zweiten Tag für Ausflüge in die Umgebung genutzt. Der dritte war dann unser Kulturtag mit unseren neuen mexikanischen Freunden aus dem Hostel, Sandra & Antonio.

Hier sind unsere 7 schönsten Plätze in Kyoto:

1. Kinkakuji – Der goldene Pavilion:

Kyoto Kinkakuji goldener Pavilion

Der goldene Pavilion am See.

Sandra wählte den Kinkakuji als ersten Stop und es war verdammt beeindruckend! Die ehemalige Ferienvilla des Shoguns Ashikata Yoshimitsu (ne nicht der aus Tekken), strahlte uns bei 20 C°  im goldenen Glanz entgegen. Umgeben vm schönsten Park unserer Japanreise, wollten wir gar nicht mehr weg. Heutzutage ist die im 14. Jahrhundert erbaute Villa ein Zentempel und wurde mehrfach wieder aufgebaut. Zuletzt hatte ein verrückter Mönch diesen 1955 niedergebrannt. Betreten kann man den Pavillon leider nicht.

Der Eintritt auf das Gelände kostet 400 Yen (3 €).

2. Ryonji Tempel – DER Steingarten

Kyoto Ryonji Tempel Steingarten

Auf diesen Steingarten starren den ganzen Tag hunderte von Touristen

Bestimmt hat jeder von euch mal einen dieser japanischen Gärten gesehen, wo nichts als Kies und Steine liegen. Der Ryonji Tempel ist quasi das Mekka der Steingartenchiller und definitiv eine skurrile Sehenswürdigkeit. Der Garten befindet sich in einem Zen Tempel, welcher 1450 erbaut wurde. Angeblich hat ein Mönch diesen mal angelegt aber 100 % sicher ist sich da keiner. Tja und irgendwann sitzt man da und glotzt auf Steine (einer ist sogar ein Tiger). Eigentlich bin ich nicht dafür empfänglich…  aber verdammt dieser Garten hat mich echt entspannt! Ich wollte gar nicht mehr weg. Tja Buddhisten haben’s halt drauf. Claudia hingegen verstand die Menschheit nicht mehr. Oder aber auch die Gruppendynamik besser.

Die Tempelanlage ist nicht weit von Kinkakuji entfernt und gut zu Fuß erreichbar. Der Eintritt kostet 500 Yen (4 €).

3. Fushimi Inari Schrein – Tausende Tori Tore

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Wer denkt, dass wir Europäer mit unseren Kathedralen und Domen übertreiben, hat das noch nicht gesehen: Tausende Tori Tore (Buddhistisches Eingangstor) bedecken einen ganzen Berg! Man läuft durch scheinbar unendliche orangene Tunnel und kommt sich dabei vor, wie in einem surrealistischen Film. Wir hatten das große Glück, dass wir zur Dämmerung da waren. Als es dunkel wurde haben wir nämlich, in einer 2 Stunden Aktion, den ganzen Berg bestiegen und durften Kyoto von Oben betrachten. Überall brennen Lichter und alles ist voll mit Fuchsstatuen, welche die Botschafter des Shinto Reisgottes Inari sind. Das ganze könnte gruselig sein, ist aber wunderschön. Trotzdem haben wir so getan, als ob wir in einem Horrorfilm gewesen wären^^

Kyoto - Fushimi Inari Schrein Nacht

Selbst bei Nacht wirkt der Schein nicht gespenstisch.

Man hat einen tollen Blick auf die Stadt und ist meist alleine. Die Tore sind übrigens alle von Personen oder Firmen gespendet und kosten in der einfachen Fassung 400.000 Yen (3100 €). Selbstverständlich kann man dann auch seinen Namen auf die Rückseite schreiben ;) Also auf zum Fushimi Inari Schrein! Der Eintritt ist frei.

Dies war die letzte Etappe mit Antonio und Sandra. Wir danken euch für den tollen Tag!

4. Arashiyama – Bambuswald

Kyoto Bambuswald weg mit menschen

Noch nicht mit Touris überfüllt

Mittlerweile eines der Topziele in Kyoto und irgendwie auch eine kleine Touristenfalle. Der Ort Arashiyama liegt etwas ausserhalb von Kyoto, ist aber gut mit den JR Zügen in 15 Minuten für 240 Yen (2 €) zu erreichen. Der Bambuswald ist eine sehr kleine Fläche mit wenigen Wegen, die hindurch führen. Man könnte tolle Bilder machen ist aber umzingelt von Hunderten von Touristen. Trotzdem sollte man es unbedingt gesehen haben, da reine Bambuswälder schon was besonderes für einen Europäer sind ;)

5. Arashiyama – Fluß, Park & Brücke

Kyototo Oi-gawa Sagano Panoramabahn

Der Fluß begleitet einen die ganze Zeit auf der Fahrt.

Eigentlich ist der ganze Ort ein 1A Sightseeing Spot. Man kann viele Tempel und sogar einen Affenpark besichtigen. Auf jeden Fall sollte man durch den Park beim Bambuswald schreiten. Dort gibt es einen Dichtertreffpunkt. Auch das Flusstal des Hozu Flusses ist absolut sehenswert! Das Wasser ist türkis und man hat viele Möglichkeiten auf Steinen rumzuhopsen. Es gibt auch noch traditionelle Fischer, die man bei der Arbeit beobachten kann. Erwähnen sollte man noch die Togetsukyo Brücke: Hat viele Autoren, Dichter und Künstler inspiriert. Sieht eher aus wie ein Ort, an dem Alan Wake Selbstmord begehen würde.

6. Arashiyama – Sagano Panoramabahn

Kyoto Sagano Panoramabhan einfahrt Bahnhof

Langsam fährt die historische Diesellock in dem Bahnhof ein.

Wie gesagt, das Flusstal ist traumhaft. Den Tagesausflug sollte man unbedingt mit einer Fahrt in der Sagano Panoramabahn beenden. Mit der 25 minütigen Fahrt begibt man sich auf eine kleine Zeitreise. Entlang des Flusstales sieht man eine traumhafte Flusslandschaft. Die historische Diesellok hält dabei an mehreren Stationen. Aber gebt Acht auf diesen Kerl:

Kyoto - Sagano Dämon

Dieser Dämon ist auf einmal zugestiegen…

Die Tickets kosten 620 Yen (5 €) und sollten unbedingt in Kyoto am Bahnhof gekauft werden. Sie sind schnell ausverkauft und wer Pech hat muss stehen.

7. Kyoto – City

Kyoto vermischte Baustile

Auf Bildern wie diesen, erkennt man das selbst Kyoto nicht von der Modernisierung verschont wird.

Kyoto ist irgendwie das reinste Düsseldorf. Richtig viele teure Geschäfte an jeder Ecke. Dementsprechend ist das Essen teurer, sowie die Hotels und die Schließfächer ausgebucht. Hotels unbedingt Wochen im Voraus buchen und für die Schließfächer haben wir für euch einen Geheimtipp in der Fotogalerie. Dennoch hat die City viel zu bieten und man kann einiges erleben. So entdeckten wir einen seltenen Straßenmusiker, der aber direkt von der Polizei kontrolliert wurde und seine Sammelbüchse wegpacken musste (später hatte er sie wieder da stehen). Am Fluß genießen die hippen Großstädter und Touris die Sonne und abends kann man sich in eines der zahlreichen Cafés zurückziehen.

Kyoto Fluss Kamo Abends

Am Fluss versammeln sich die Städter um den Sonnenuntergang zu genießen.

Lustigerweise klärte ich Claudia mit diesem FAZ Artikel darüber auf, dass Japan das Land mit der geringsten Kriminalitätsrate weltweit ist und man sogar Sachen in Restaurants liegen lassen kann, die dann stundenlang liegen bleiben. Das musste sie natürlich prompt ausprobieren und vergaß einfach ihre Kamera im Café. Zum Glück sind noch ein paar McFit Muskeln vorhanden und ich rannte schnell zurück, um die Kamera zu holen. Sie wurde von den Angestellten in eine Tüte gepackt und wartete bereits auf mich :)

Kyoto war für uns mehr ein Zwischenstop, als ein wirkliches Ausflugsziel. Warum? Mir gefiel das teure Ambiente nicht und wir haben 3 Wochen vorher kein Hotel mehr bekommen. War aber auch gut so, denn so konnten wir einen Tag in einer echten japanischen „Kleinstadt“, Hikone, verbringen.

 

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