Freaks bald in Japan: Vorbereitung und Organisation

Japan Skizze

In diesem Artikel will ich euch einfach den Plan und unsere Vorbereitung für unsere Reise nach Japan vorstellen, damit ihr wisst, was euch in den nächsten Wochen auf diesem Blog erwartet: augefallenes Design, verrückte Attraktionen, Tradition und Megacity-Flair. Ausführliche Berichte und Tipps gibt es währenddessen und danach gibt es einen ordentlichen Ratgeber.

Whoaaaa Claudiiii, wir können für 280 Euro nach Japan!Da gibt’s so ein Angebot bei Urlaubsguru!”

So fing die Organisation vor 3 Monaten an und ist nun im Endstadium. Eigentlich haben wir die nächste Reise in ein etwas günstigeres asiatisches Land geplant, Japan schien uns immer außer Reichweite. Und dann kam dieser Preis und erfüllte uns den Traum vom Land mit Freaks und Robotern.

Ich war nie ein Fan von Mangas oder habe übermäßig viele Animes geguckt. Klar war ich Pokémonsüchtig, aber um ehrlich zu sein gibt es nichts, was mich bewusst an diesem Land fasziniert. Es ist eher ein Gefühl. Ein positives Gefühl, das mir wahrscheinlich im Laufe des Lebens durch viele Klischees vermittelt wurde:

Ich denke an Japan und mir fällt ein…

  • Mangas und Animes
  • Samurai
  • Ninjas
  • Kirschblüte
  • Geishas in Kimonos
  • eine strenge Arbeitskultur
  • ein friedlicher, konfliktvermeidender Religionsmix aus Buddhismus und Shiismus
  • Fisch
  • Atombomben
  • Roboter

Ich bin mir sicher, dass ihr auch diese Bilder im Kopf habt und gerne wissen würdet, wie es wirklich dort ist und ob die Japaner so nett und höflich sind, wie von ihnen erzählt wird. Ich hatte mich bisher nicht intensiv mit Japan beschäftigt, also hat mich bei der Recherche so Einiges überrascht und mein Gefühl bekam die Realität zu spüren: beide verbanden sich zu einer neuen Perspektive mit der ich das Land nun bereisen werde. Deutsche Staatsbürger brauchen kein Visum, also haben wir schonmal keinen nervigen Papierkram zu erledigen. Man fliegt also hin und kriegt einen Stempel in den Reisepass und das war’s. Allerdings sollte man ca. 2 Monate vorher zum Arzt und seinen Impfpass checken lassen, damit es bei den Standardimpfungen keine bösen Überraschungen gibt. Besondere Impfungen sind nicht vorgeschrieben.

Da wir uns sicher sind, dass dies nicht unsere letzte Japanreise ist, haben wir beschlossen eine sehr typische Städtekombination zu wählen: wir kommen in Osaka an und werden Nara, Hiroshima, Kyoto und Tokyo bereisen. Wir haben 2 Wochen Zeit und ein sehr begrenztes Budget, also versuchen wir es mit Fernreisebussen und sparen viel Geld, weil wir auch einige Nächte in ihnen verbringen werden. Dazu wählten wir den Travel Pass von Willer Express. Diesen gibt es in zwei Varianten für 3 Tage (10.000 Yen, zur Zeit ca 70 Euro) und 5 Tage (15.000 Yen). Wir wählten die 3 Tagesvariante um Kyoto, Hiroshima, Tokyo und Nara zu erkunden. Man kann immer eine Tagesbusfahrt und Nachtbusfahrt pro Tag mit den Pass buchen. Wichtig ist, dass man sich unbedingt mit den Regeln vertraut macht. Praktisch: die 3 Tage müssen nicht hintereinander liegen.

Das faszinierendste an diesen Bussen ist wohl die Auswahl an Optionen; ein normaler Sitzplatz wäre dort natürlich viel zu langweilig. Neben den klassischen Sitzen gibt es viel ausgefallenes, guckt mal hier. Blümchenmuster, Spielkonsole oder einen eigenen Kokon? Kein Problem! Also, viel Spaß beim Buchen :)

Den verantwortungsvollen Part der ganzen Transport und Unterkuftsorganisation durfte Marius übernehmen, da er einfach unschlagbar darin ist. So haben wir z.B. einen Aufenthalt in einem Hotel mit singender Toilette und Jaccuzzi für nur 16 Euro pro Person ergattert. Hoffentlich hält die Toilette, was sie verspricht und ich kann euch ein Duett mit ihr singen…

In Kyoto übernachten wir in einem traditionellen japanischen Gasthaus, einem Ryokan. Ich habe ungelogen in jedem Blog und Buch gelesen, dass man das tun sollte, um die alten Traditionen kennenzulernen, also fügten wir uns der Stimme des Kollektivs. Die Ausstattung umfasst sogar eine Holzbadewanne und eine Terrasse.Die restlichen Nächte verbringen wir in normalen Hostels, Hotels und Bussen.

Während meiner Recherche bin ich auch auf viele kulturelle Aspekte gestoßen, die mich überrascht haben und die ich so gar nicht erwartet hätte. Benimmregeln und übermäßig geschauspielerte Höflichkeit werden sehr geschätzt und sind ein Standbein der japanischen Kultur. Das sind wir in Deutschland eigentlich nicht gewöhnt. Meine japanische Arbeitskollegin meinte, dass wir hier viel lockerer und herzlicherer seien und sie deswegen nach Deutschland gezogen sei. Wir lernen also schon einmal die richtigen Gesten und alltägliche Gepflogenheiten, die uns essenziell erscheinen, damit uns die Menschen nicht für einfältig und arrogant halten. Hilfe fanden wir vor allem bei tofugu, einem sehr netten blog.

Die Arbeitskollegin hat mir auch ans Herz gelegt, dass ich ein paar wichtige Fetzen Japanisch lernen solle, weil die Bevölkerung, entgegen aller Vermutungen, gar nicht so viel Englisch spräche. Ähnliche Ratschläge habe ich auch in anderen Foren und Blogs gelesen, also will ich mich darauf vorbereiten. Ich schreibe mir gerade einen Grundwortschatz aus dem praktischen Lonely Planet Sprachführer zusammen. Hilfreich sind natürlich auch alle Arten von Apps. Ein Sprachapp-Test ist bereits in Planung, um euch das Leben zu erleichtern! Was ja unglaublich praktisch wäre: eine App, mit der ich eine Aufschrift fotografieren könnte und sie mir anhand visueller Analyse die Übersetzung anzeigen könnte! Foto von Japanischer Speisekarte -> deutsche Übersetzung! Oder gibt es vielleicht so eine App? Falls du zufällig ein Programmiergenie bist, melde dich und wir arbeiten daran ;D

Nächsten Mittwoch starten wir über Wien und Amsterdam und ich hoffe, dass ihr und begleiten werdet! Ich bin schon sehr gespannt und freue mich total. Falls ihr noch Tipps zum Ausgehen habt, vor allem in Richtung Gothic und Underground, immer her damit! Rock on!

Das nette Beitragsbild wurde durch Freepik entwickelt

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