Kopenhagen – die Wiege der Freizeitparks

Palast Kopenhagen Mit Kopenhagens langweiligster Statue gratis dazu

Durch einen blöden Zufall bin ich im kalten März in Kopenhagen gelandet. Zuerst war ich davon gar nicht begeistert, doch dann entpuppte sich der Tag als ein kleines Abenteuer, das mich zur Wiege von einer der besten Erfindungen der Menschheit führte. Kopenhagen beheimatet die zwei ältesten Freizeitparks der Welt!

Mit dem Bus nach Dänemark

Und zwar von Düsseldorf! Hier kann man abends um 17:00 Uhr bequem per Eurolines-Bus nach Kopenhagen fahren. Die Fahrt endet um 07:15 Uhr. Durch eine Aktion kostete mich das Ticket nach Dänemark im VVK nur 36€. Nur blöd, dass man Nachts um 4 Uhr den Bus verlassen muss, um 45 Minuten auf einer Fähre abzuhängen. Für die Rückfahrt nach Düsseldorf nutzte ich dann den FlixBus, da der keine Fähre benutzt.

Per Fähre nach Kopenhagen

Kalt und gespenstisch!

Kopenhagen ruft

Pünktlich um 07:15 Uhr spuckt mich der Bus am Kopenhagen HBF raus. Es ist um die 6 C° kalt, aber dafür recht erträglich. Ich wusel mich durch einen leeren HBF, um meinen Trekkingrucksack in einem Schließfach zu lagern. Kostenfaktor 8€.

HBF in Kopenhagen am morgen

Leer aber Hübsch

Nach einem McDonalds Kaffee für 3€ geht es für mich in die City. Ich folge den Schildern zur Touristenzentrale, die hat aber leider noch zu und keine Karten ausliegen. Also wird getrickst: Ich gehe ins nächstbeste Hotel und frage nach einer Karte und siehe da kein Problem. Auf der Karte ist ein kleiner Kopenhagen-Rundgang von mehreren Stunden eingezeichnet. Da noch alles geschlossen ist, wird die Route mich die nächsten Stunden durch die dänische Hauptstadt führen.

Zu Fuß durch Kopenhagen

Tivoli – der zweitälteste Freizeitpark der Welt!

Ich starte hinter dem HBF und gehe am Tivoli, dem zweitältesten Freizeitpark der Welt vorbei. Der Park besitzt noch eine alte Holzachterbahn aus dem Jahre 1914! Den Zug begleitet ein Bremser welcher per Hand den ganzen Zug abbremsen muss, damit dieser nicht aus der Bahn fliegt. Der Park hatte leider im März noch geschlossen…

Tivoli Kopenhagen Tor

Nein, du darfst nicht! Leider geschlossen ):

Ich lasse den Tivoli hinter mir und komme auf einen großen Platz. Ein beliebter Schlafplatz.

Obdachlose in Kopenhagen

Bei 10C° kein guter Schlafplatz

 

Weiter gehts richtung City, mir kommen noch ein paar Betrunkene entgegen, es stinkt nach Müll und Urin. Hauptstadt-Flair pur.

Kopenhagen am morgen

Die Reste von Samstag Abend kreuzen meinen Weg

 

Ich verlasse die Einkaufsstraße und wandere weiter durch kleine Gassen. Allgemein erinnert mich Kopenhagen sehr an niederländische Städte.

Büsten Kopenhagen

Schöne Büsten säumen meinen Weg

 

Ich besuche den Dom  und lande im Schlosspark. Es findet gerade ein Wachwechsel vor der Livegarden Kaserne statt.

Wachwechsel vor der Livegardens Kaserne

Früh aufstehen und strammstehen in der Kälte. Nichts für mich!

 

Ich spaziere weiter durch den leeren Garten und treffe auf eine Besonderheit Kopenhagens: Verrückte Brunnen und Statuen! An jeder Ecke gibt es welche. Viele haben Drachen oder andere epische Motive. Am bekanntesten ist die Statue der kleinen Meerjungfrau, welche auf den gleichnamigen Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen beruht. Hier eine Auswahl von Kopenhagens verrückten Brunnen und Statuen:

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Bei der kleinen Meerjungfrau ist auch der weiteste Punkt meines Stadtrundgangs erreicht. Es geht für mich zurück durch kleine Straßenzüge zu den ersten Museen. Dabei Streife ich eine Marina und den königlichen Palast.

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Filmmuseum Kopenhagen

Als erstes besuche ich das kleine Filmuseum von Kopenhagen. Der Eintritt ist kostenlos und das ist auch gut so. Hier erwartet einen nichts ausser ein paar öde Mediastationen.

Sehenswert: Schl0ss Rosenburg

Aufpassen, jetzt wird’s krass! Schloss Rosenborg ist das schönste Schloss das ich je besucht habe. Vollgestopft bis an die Decke mit Kunstwerken, Gadgets und Juwelen. Das Ganze in Räumen die so schön verziert sind, dass man direkt einziehen will. Gebaut um 1606 diente das Schloss als Sommerhaus, königliche Residenz. Seit 1838 ist es ein Museum für die Sammlung der dänischen Könige inkl. der Kronjuwelen.

Bemerkenswert: Es gibt sogar „Scherzartikel“.

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Freistadt Christiania – Drogen für alle!

Mitten in Kopenhagen hat sich eine kleine Hippiewelt zu einer art Dauer-Fusion-Festival entwickelt. Hier leben kiffende Freigeister und basteln ihre eigenen Hütten auf einem riesigen Gelände. Im Sommer kann man hier sicher gut abhängen. Auf einem Marktplatz kann man bei maskierten Männern Drogen kaufen. Sollte man gesehen haben. Leider ist das Fotografieren nicht gewünscht, aber hier könnt ihr euch weiter informieren.

Der älteste Freizeitpark der Welt – Dyrehavsbakken

Kopenhagen beheimatet nicht nur den zweitältesten Freizeitpark der Welt, sondern auch gleich noch den ältesten! Dyrehavsbakken (Bakken) wird er genannt und ist bei Weitem nicht so bekannt wie das Tivoli am HBF.

Zur Geschichte von Dyrehavsbakken

Der Park wurde 1583 eröffnet und ist nun weit über 400 Jahre alt!!! Freilich gibt es nichts mehr, was aus der Zeit übrig ist. Dennoch: Kleine Hinweisschilder geben euch Informationen darüber wie es früher aussah. Da in Kopenhagen früher kein sauberes Wasser im Frühling zu haben war, zogen die Bürger in Scharen zu den Wasserquellen am Stadtrand. Die Menschenmassen zogen Schausteller an welche zuerst in Zelten und später mit festen Einrichtungen für die Unterhaltung der Massen sorgten. Auch heute noch gibt es viel Historisches in dem Park zu entdecken. So z.B. muss bis heute jeder neue Schausteller Teil der Tent Owners’ Association von 1885 werden.

Das könnt ihr im ältesten Freizeitpark der Welt erleben

Ich fuhr c.a. 20 Minuten mit der Bahn und musste dann nochmal 15 Minuten durch einen Wald.

Dyrehavsbakken bei Nacht

Man läuft lange durch einen düsteren Wald auf die dunklen Lichter von Dyrehavsbakken zu…

Der Park hat täglich geöffnet und meist bis Mitternacht. Man zahlt bei den Attraktionen einzeln, kann aber auch größere Pässe erwerben, welche dabei helfen Geld zu sparen. Im Schnitt kostet eine Fahrt zwischen 3 – 7 €. Da es schon spät war, wurde es super kalt (sicherlich unter den Gefrierpunkt). Das hindert aber die Dänen nicht daran mal eben mit einer Achterbahn oder Wildwasserbahn zu fahren. Ich entschloss mich mit Rutschebanen zu fahren, einer Holzachterbahn von 1932. Diese ist leider nicht so alt wie die gleichnamige Achterbahn im Tivoli, aber immer noch spannend. Ihr fahrt auf krummen Schienen durch eine altertümliche Holzinstallation. Blockbremsen sorgen dafür, dass der Zug nicht aus der Bahn springt (Im Tivoli macht dies noch ein Bremser im Zug per Hand!).

Rutschebanen in Dyrehavsbakken

1932 eröffnet und nicht so alt wie im Tivoli. Immer noch eine Fahrt wert.

 

Ich fuhr mit der Geisterbahn und stärke mich an der historischen Burgerbude „Oscars“ von 1949 um Dänemarks ersten Hamburger zu probieren.  Schmeckte super :)

Oscars Bof Bar in Dyrehavsbakken

Der erste Burger in Dänemark kommt von Oscars!

 

Zum Abschied schlenderte ich noch durch eine kleine dänische Stadt aus den 40er Jahren. Hier weitere Bilder:

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Kopenhagen – Ein Muss für jeden Freizeitparkfan!

Würde ich nochmal nach Kopenhagen fahren? Eher nicht. Aber ich würde jedem empfehlen einmal hinzufahren! Kopenhagen ist einerseits klein und sehr teuer, hat dafür aber das schönste Schlossmuseum und die beiden ältesten Freizeitparks der Welt. Für eine Tages/ Wochenendreise absolut empfehlenswert!

 

Ihr möchtet auch günstig nach Kopenhagen?

Anreise: Per FlixBus kommt man günstig von vielen deutschen Städten nach Kopenhagen.

Unterkunft: Bei Hostelworld gibts das passende Hostel dazu.

 

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